Psychologisches Krisentelefon 24/7

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Grüne Nummer 800 101 800

Wir sind für Sie da, wenn Sie nicht mehr weiterwissen. Krisen gehören zum Leben, aber Sie müssen diese nicht alleine durchstehen! Zögern Sie nicht und lassen Sie sich professionell, kostenlos und unkompliziert helfen!
Unter der Grünen Nummer sprechen Sie mit erfahrenen psychosozialen Fachkräften. Diese sind zur Verschwiegenheit verpflichtet, Sie können anonym bleiben, wenn Sie es möchten. Auf Wunsch wird Ihnen ein zeitnaher Kontakt in das psychosoziale Hilfesystem vermittelt.
Neben Betroffenen können sich auch Angehörige, Betreuerinnen und Betreuer, Fachstellen, Ordnungskräfte und Behörden bei psychischen Notlagen an die Grüne Nummer wenden.
Wir sind für Sie da! Das neue Psychologische Krisentelefon ist 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche erreichbar.

Das Thema Suizid

Auch in Südtirol ist Suizid ein relevantes Thema, da es immer wieder passiert, dass Personen ihr Leben beenden oder einen Suizidversuch unternehmen. Personen, die ein erhöhtes Risiko aufweisen, sind vor allem ältere Menschen, geschiedene oder verwitwete Menschen, arbeitslose Personen, Menschen mit unheilbaren Krankheiten, sozioökonomisch benachteiligte Personen und Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen. Zu den so genannten Risikogruppen gehören heute auch junge, psychisch erkranke Menschen, vor allem jene, die mit Depressionen oder Drogenabhängigkeit zu kämpfen haben.

Auch LGBTQ+-Personen sind besonders gefährdet. Die Hinterbliebenen gehören ebenfalls zur Risikogruppe, da der Suizid eines geliebten Menschen großes Leid verursacht.
Der Begriff Suizid bezieht sich auf die Handlung, durch die eine Person absichtlich und bewusst den eigenen Tod herbeiführt. Es handelt sich um einen extremen Schritt, der von persönlichen und sehr komplexen Ursachen oder Motiven beeinflusst wird. Auch lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen, ob eine Person diesen Schritt tatsächlich machen wird. Es ist jedoch möglich, dass eine Person anfängt, konkret über Suizid nachzudenken, weil sie mit unerträglichem Leid konfrontiert ist. Diese Gedanken schwanken oft zwischen dem Wunsch, dem Leid ein Ende zu setzen und dem Wunsch, gerettet zu werden.

Suizidprävention

Suizidprävention

Suizidprävention bedeutet Schutzfaktoren zu entwickeln und zu stärken, die dazu beitragen können, den Herausforderungen des täglichen Lebens, belastenden Ereignissen oder chronischem Stress standzuhalten. Schutzfaktoren können das familiäre Umfeld sowie die persönlichen und sozialen Ressourcen der:des Einzelnen sein. Es bedeutet auch, Bewusstsein und Informationen zu erhöhen, um unsere Gesellschaft zu sensibilisieren, da Betroffene und ihre Familien durch falsche und stigmatisierende Vorstellungen über Suizid davon abgehalten werden, Hilfe zu suchen bzw. anzunehmen.

Suizidprävention bedeutet die Menschen zu sensibilisieren und zu akzeptieren, dass man in bestimmten Momenten des Lebens auch unangenehme Emotionen, wie Verzweiflung, Angst, Traurigkeit, Wut und Kummer erlebt. Wenn man Personen, die diese Emotionen empfinden, nicht zuhört, ihnen nicht hilft und sie nicht unterstützt, kann sie dies langfristig zu dem Entschluss führen, sich das Leben zu nehmen, weil sie den Zustand der tiefen Verzweiflung nicht länger allein ertragen können.
Eine der Hauptaufgaben der Suizidprävention besteht darin, der gesamten Bevölkerung die notwendigen Informationen über Beratungs-, Unterstützungs- und Nothilfedienste zu vermitteln, an die sich sowohl suizidgefährdete Personen als auch Personen aus ihrem familiären und sozialen Umfeld sowie Interessierte im Bedarfsfall wenden können. Ziel ist es also, einen unkomplizierten und unmittelbaren Zugang zu Hilfsangeboten zu gewährleisten. Denn gerade in Krisensituationen oder bei ersten Anzeichen von Suizidalität besteht oft ein dringender Gesprächs- oder Beratungsbedarf. Ein frühzeitiges Eingreifen und Vermitteln der notwendigen Unterstützung macht den Unterschied.
Diese Notfälle erfordern auch ein schnelles Eingreifen von Bürger:innen, die aktiv werden und psychische Erste Hilfe anbieten können, bevor ein:e professionelle:r Helfer:in übernimmt. Dieses Engagement kann schwerwiegende Folgen verhindern und sogar Leben retten.

Mut sich einzubringen

Mut sich einzubringen

Um psychische Erste Hilfe im Umfeld zu fördern und Mut zum Eingreifen zu entwickeln, ist es wichtig, dass interessierte Personen Zugang zu spezifischen Kursen, Veranstaltungen oder Sensibilisierungsmaßnahmen haben. Eine Ausbildung, die Unsicherheit und Unerfahrenheit entgegenwirkt und dazu beiträgt, das Auftreten von Krisensituationen und psychischen Belastungen zu "normalisieren", reduziert negative bzw. stigmatisierende Einstellungen gegenüber Menschen mit diesen Problemen und erhöht die Bereitschaft anderen zu helfen.
Daher ist die Verbreitung von Schulungsangeboten für interessierte Personen, Multiplikator:innen oder Fachleute zum Thema Suizid und Suizidprävention ein wichtiger Schritt zur Suizidprävention.

Netzwerk-Tagungen

Netzwerk-Tagungen

Ziel des Netzwerks Suizidprävention ist es, jährlich eine öffentliche Tagung zu organisieren. Diese findet rund um den Welttag der Suizidprävention am 10. September statt.

Die Unterlagen zu den bisher stattgefundenen Tagungen finden Sie hier:
10.5.2018 in Bozen Anlagen: Programm, Presseaussendung, Bericht, World-Café Flipcharts
10.9.2019 in Brixen Anlagen: Programm, Presseaussendung, Präsentation Osthoff, Präsentation Koler, Präsentation Kranebitter, Präsentation Tschiesner
10.9.2020 in Bozen Anlagen: Programm, Presseaussendung, Präsentation Koler
10.9.2021 in Bozen Anlagen: Programm, Presseaussendung, Präsentation 'invito alla vita'(1), Präsentation 'invito alla vita'(2), Präsentation 'urgenza psicologica', Präsentation Krisenhilfe Oberösterreich, Präsentation Krisendienst Oberbayern, Ergebnisse der Netzwerk-Umfrage​
• 09.09.2022 in Bozen Anlagen: ProgrammPresseaussendung, Präsentation Leitner, Präsentation MerliUmfrage zum Thema Vertrauen,
15.09.2023 in Bozen Anlagen: ProgrammPresseaussendungPräsentation Pycha, Präsentation TuttoèvitaPräsentation Schule im Wandel
 
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
E-Mail: Suizidpraevention(at)caritas.bz.it.
 

Umfragen

Umfragen

Im Vorfeld der Tagung am 10. Mai 2018 hat das Netzwerk unter Fachleuten und anderen Interessierten eine Umfrage über Suizidprävention in Südtirol durchgeführt.

Von Mitte März bis Ende April haben sich mehr als 380 Personen aus dem Sanitäts-, dem Bildungsbereich, der sozialen Arbeit, aus der Freiwilligenarbeit sowie Vertreter der Jugendarbeit, der Medien oder der Kirche daran beteiligt. Die Umfrageergebnisse machten deutlich, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer die Sichtbarkeit der bereits existierenden Dienste und Angebote im Bereich Suizidprävention für nicht ausreichend hält. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Maßnahmen oder Angebote genannt, welche am dringendsten eingeführt oder verstärkt werden sollten: fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer forderten, die Lebenskompetenzen und Krisenresilienz, besonders von Kindern und Jugendlichen, zu stärken. Des weiteren wurden die Förderung der psychischen Gesundheit auf lokaler oder Landesebene sowie gezieltere Sensibilisierungsmaßnahmen angemahnt. Mehr als 40% der Befragten sprachen sich zudem für die gezielte Schulung der Medien und anderer besonderer Berufsgruppen aus (z.B. Hausärzte, Apotheker, Ordnungskräfte, Lehrer oder Pfleger).

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

Umfragen zum Thema Krisenintervention:

Bereits seit Längerem wird im Netzwerk Suizidprävention regelmäßig über die Themen Kapazitäten bzw. Ressourcen im Sanitätssystem und die Erreichbarkeit von professionellen Fachdiensten für Menschen in psychischen Krisensituationen gesprochen.
Es ist klar, dass Handlungsbedarf besteht, allerdings fehlten noch umfassende, konkrete Anhaltspunkte, um angemessene Maßnahmen und Lösungen erarbeiten zu können. Daher wurde im Mai 2021 eine Umfrage durchgeführt, um detaillierte Informationen über den Status quo der Krisenintervention in Südtirol sammeln.

Die Ergebnisse dieser Umfrage finden sich hier.
 
Darüber hinaus wurde die Netzwerktagung am 10. September 2021 dem Thema gewidmet, mit dem Titel „Krisenintervention – Praxisbeispiele im Vergleich“ (unter „Netzwerk-Tagungen“).

Um die Ergebnisse der Tagung vom 10.9.2021 zu vervollständigen und um alle Meinungen an der Erarbeitung von neuen Interventionsstrategien im Bereich Suizidprävention zu beteiligen, wurde eine kurze Umfrage durchgeführt.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse finden sich hier.


Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
E-Mail: suizidpraevention@caritas.bz.it
 
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